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LESERBRIEF - Jochen Hufschmidt - VOLKSSTIMME - 15.04.2020 - „Wir brauchen Zusammenhalt und Solidarität, keine Spaltung“

Der Werbener Jochen Hufschmidt meldet sich zum Volksstimme-Artikel „Werbener appellieren an die Vernunft“ (7. April) zu Wort.

Es sind Zweifel angebracht, ob die Werbener, die „enttäuscht und verärgert“ den Aufenthalt von „Teilzeitbürgern“ in Corona-Krisenzeiten kritisieren, tatsächlich an unsere Vernunft appellieren.
Es ist richtig, dass in einer Zeit, in der wir alle von dieser Pandemie betroffen sind, unser Verhalten vor allem von Vernunft bestimmt sein sollte.
Warum sollte es aber vernünftig sein, diejenigen, die wenig freundlich als „Teilzeitbewohner“ bezeichnet werden, aus dem Ort zu verbannen?
Die staatlichen Verordnungen zu Ausgangsbeschränkungen dienen der Eindämmung und der Bekämpfung der lebensbedrohenden Pandemie.
Es geht um eine Verlangsamung der Ausbreitung, damit unser Gesundheitssystem nicht überlastet wird und alle Infizierten die gebotene medizinische Versorgung erhalten. Schaut man sich die aktuellen Zahlen zu den Infizierten in Sachsen-Anhalt, in unserem Landkreis und in der Verbandsgemeinde an, dann kann man sich nur der Einschätzung unseres Landrates anschließen:
Wegen der geringen Zahlen besteht durch den Aufenthalt der Einwohner mit einem zweiten Zuhause „keine zusätzliche Gefahr“ für die Krankenhäuser und unser aller medizinischer Versorgung (Volksstimme-Artikel vom 11. April).
Die von (einigen) Werbenern für ihren Appell reklamierte Vernunft gebietet also keineswegs das geforderte Aufenthaltsverbot für „die Berliner“.
Es geht den Kritikern wohl eher um alte Ressentiments und die Ablehnung derer, die als fremd empfunden werden. Der Artikel in der Volksstimme verweist mit Recht darauf, dass viele der Gescholtenen das kulturelle Leben in Werben bereichern. Weil sie hier ihr zweites Zuhause haben, engagieren sie sich vielfältig. Wie wäre es um unseren Ort bestellt, wenn sie nicht ihre Häuser liebevoll restaurierten, Handwerker beschäftigten und einkaufen würden?
Und in Krisenzeiten schließen wir sie dann aus, verwehren wir ihnen den Aufenthalt?! In solchen Zeiten ist zweifellos Vernunft gefragt. Wir brauchen aber auch Zusammenhalt und Solidarität. Und keine Spaltung!
Das ist doch gerade die Erkenntnis und die Leitlinie der letzten Wochen: Nur zusammen können wir es schaffen! Das Gebot „Abstandhalten“, das in der Öffentlichkeit gilt, zielt auf räumliche Distanz bei Begegnungen und nicht auf Ausgrenzung und Ablehnung.
Und noch ein Hinweis zur Dimension der Situation in Werben: Die meisten der Gescholtenen reisen augenscheinlich gar nicht an.
Die in Werben geäußerte Kritik ist wenig hilfreich und lädt auch nicht gerade zum Aufenthalt ein.



„IN DER KRISE BEWEIST SICH DER CHARAKTER.“ - Helmut Schmidt

Mit diesem Statement erwarten wir von allen Mitmenschen bei uns Solidarität und Menschlichkeit. Wie wir in Sozialen Medien lesen mussten, ist mindestens ein Stadtrat unserer Hansestadt Werben unterwegs, Bürger mit Zweitwohnsitz bzgl. der Reisebeschränkungen nahezu anzuklagen.
WIR LEHNEN EIN SOLCHES VERHALTEN AB !
Es ist in unser aller Interesse, dass unsere Gemeinschaft (egal ob Erst- oder Zweitwohnsitz) in dieser Krise NICHT gespalten wird. Es kann nicht sein, dass bestimmte Leute meinen, Mitmenschen kontrollieren zu müssen. Dafür sind immer noch die Ordnungsämter verantwortlich.

Nach Rücksprache mit dem Sozialministerium, gilt:
WER VOR INKRAFTTRETEN DER REISEBESCHRÄNKUNGEN HIER WAR UND SEITDEM NICHT PENDELT, IST VON DER TOURISTISCHEN REISEBESCHRÄNKUNG AUSGENOMMEN. UND DIES GILT AUCH FÜR MITMENSCHEN MIT ZWEITWOHNSITZ.

WIR WOLLEN HIER KEINE BÜRGERWEHREN ODER ÄHNLICHE TENDENZEN.
Der Sinn der Reisebeschränkungen ist nicht die Verhinderung der Infektion, sondern die Verlangsamung der Ausbreitung, sodass medizinische Kapazitäten nicht überlastet werden !

IN DIESEM SINNE WÜNSCHEN WIR ALLEN MITMENSCHEN EIN FROHES OSTERFEST !




Nachfolgend die akuelle Pressekonferenz zur Korona-Frage von Patrick-Puhlmann.

Der SPD-Ortsverein weist darauf hin, dass schon jetzt eine Soforthilfe wegen der Corona-Krise beantragt werden kann !!!

"ANTRAG AUF CORONA-SOFORT-HILFE" - DOWNLOAD HIER !

Des Weiteren informieren wir, dass das Land die Elternbeiträge für Kita- und Hortplätze für alle Kinder, also auch diejenigen, welche die Notbetreuung besuchen, übernimmt !

Bei weiteren Fragen, können sie sich vertrauenvoll an den Krisenstab unter Leitung von Prof. Dr. Petra Grimm-Benne (SPD, MdL) oder Wirtschaftminister Prof. Dr. Armin Willingmann (SPD, MdL) wenden !

Email an Prof. Grimm-Benne (petra.grimm-benne@gmx.de)

Email an Prof. Willingmann (VorzimmerMin@mw.sachsen-anhalt.de)

Anbei die aktuelle Pressekonferenz mit Prof. Grimm-Benne und Prof. Willingmann:





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